Nun....wie ich euch ja bereits in der Einleitung sagte, bin ich alleinerziehende Mutter. Wer jetzt denkt: Och die arme, dumme Maira! Hat sich getäuscht. Ich wurde nicht verlassen. Ich habe ihn verlassen....zwischen uns war einfach alles tot irgendwie....es gab nichts mehr, worüber wir wirklich sprachen und es gab nichts mehr, was wir gemeinsam unternahmen. Er nahm mich nicht wahr, ich ihn dafür umso mehr. Immer mehr viel mir auf, dass er einfach so krass mein Gegenteil war, dass es einfach nicht funktionieren konnte. Wollte ich hinaus, wollte er drinnen bleiben. Wollte ich ein Spiel spielen, wollte er lieber "chillen". Wenn es Essen gab, sassen wir etwas fünf Minuten gemeinsam am Tisch, die restlichen zwanzig ass ich allein. Ich bin eine langsame Esserin muss ich dazu sagen....isst man weniger, geniesst man mehr. Er ass dreimal soviel wie ich und das in, wie gesagt, fünf Minuten. Danach stand er einfach auf, nahm seinen Teller, ging eine Rauchen und liess mich alleine zurück. Kein: "Danke war gut." Kein: "Ist es okay für dich, wenn ich schon mal aufstehe?"
Nein. Er ging einfach und liess mich zurück. Ich habe lange um unsere Beziehung gekämpft, aber wenn man ein Jahr lang alleine kämpft, hat man irgendwann keine Kraft mehr...das könnt ihr doch verstehen oder?
Und als das Kind dann kam, fühlte ich mich noch einsamer als zuvor. Es gab gar nichts mehr, worüber er mit mir sprach. Es gab nichts mehr, was wir teilten. Um das Kind hab ich mich meistens alleine gekümmert. Ebenso um den Hund, der zwar papierlich mir gehörte, für den wir bis dahin aber gemeinsam gesorgt hatten. Ich hatte den Haushalt, den ich zugegebenermassen nicht wirklich im Griff hatte und ich hatte das Administrative von uns Beiden. Kurz: Er war den ganzen Tag auf der Baustelle, kam abends nach Hause, verbrachte vielleicht eine Stunde mit uns und ging dann bereits wieder schlafen.Ich blieb alleine. Er wollte nicht mit uns spazieren gehen. Er wollte nicht mit uns raus gehen. Er wollte nichts mit uns unternehmen. An den Wochenenden tat er manchmal dann doch was, stand morgens auf, wenn die Kleine schrie, ging mit dem Hund raus....aber auch das: allein. Ich fühlte mich selbstverständlich und unsichtbar. Einfach nicht wahrgenommen. Also flüchtete ich mich ins Internet. Ich zockte stundenlang. Telefonierte über Skype mit Freunden oder bastelte an diversen Homepages. Mittlerweile sind alle inaktiv. Und dadurch hab ich dann auch einen Blender kennengelernt, der mich aus dieser "Hölle" herausgeholt hat....das ging zwar nicht gut, aber immerhin konnte ich mich so lösen. Ich zog aus, mitsamt Kind und Hund und zog zu meiner Mutter. Ein anderes Thema, dass ich vielleicht später nocheinmal anschneide. Von da zog ich dann wieder in die Region, suchte mir eine....einigermassen gemütliche Wohnung und startete in mein Leben als alleinerziehende Mutter. Es ist wirklich nicht einfach. Vorallem, wenn man kaum schlafen kann und das Kind immer mehr von einem fordert, aber ich gebe jeden Tag mein Bestes. Nur für meinen Engel, denn sie soll es später besser haben als ich
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